Video links: STADLER Hausmüll Sortieranlage
Standort: Spanien (Streaming-Video 30,5 MB)
Beschreibung der Anlage
Bis zu 50 % des Hausmülls in Großstädten landen in der falschen Tonne. Neben Verpackungen befindet sich immer mehr Restmüll im Gelben Sack. Umgekehrt sind widerum viele Kunststoffe und Leichtverpackungen im Hausmüll zu finden.
Die heutige Sortiertechnik erzielt sehr gute Trennleistungen, um Hausmüll in verschiedene Wertstofffraktionen zu sortieren. Hier stellt sich die Frage ob die getrennten Sammlungen und das Duale System überhaupt noch aktuell sind.
In Spanien zum Beispiel hat Stadler neue Komplettanlagen in Betrieb genommen, die sowohl eine Aufbereitung des Hausmülls als auch eine Sortierung der Leichtverpackungen auf einer zweiten Linie gewährleisten (siehe Film). Das Material wird mittels Siebtrommeln, Magnettechnik, Ballistik-Separatoren und optischen Erkennungsgeräten und/oder manueller Sortierung in verschiedene Fraktionen aufgesplittet.
Die aussortierten Wertstoffe (Metalle, Kartonagen, Kunststoffe etc.) gehen in die Weiterverwertung. Kunststoffflaschen können in einem weiteren Aufbereitungsverfahren zu Granulat verarbeitet und anschließend der kunststoffverarbeitenden Industrie zugeführt werden. Die Technologie für diese mechanische Aufbereitung wird komplett von Stadler geliefert.
Die abgesiebten organischen Bestandteile werden durch weitere Behandlungsprozesse, die von entsprechenden Spezialanbietern zugekauft werden, in neue Energien umgewandelt. Durch Biomethanisation wird Biogas gewonnen, das mittels eines Heizblockkraftwerkes in Strom umgewandelt wird. Die Restorganik geht in die Kompostierung.
Konzeptionsargumente
Im Restmüll befindet sich ein hoher Anteil an Wertstoffen, der ungenutzt in der Müllverbrennungs-anlage landet. Würde man diesen Müll einer Sortierung unterziehen, ließen sich diese Ressourcen nutzen. Durch Erzeugung von neuen Energien durch die biologische Aufbereitung wäre eine effektivere Auslastung der eingesetzten Technik möglich.